Therapiebausteine

Psychotherapeutische Versorgung

Individuelle Erarbeitung eines psychotherapeutischen Therapieplans unter Berücksichtigung störungsorientierter und funktionsorientierter Therapieziele zu Beginn des Aufenthaltes bestehend aus Einzel- und Gruppenpsychotherapie mit Motivationsförderung, emotionaler und kognitiver Anreicherung, Arbeit am Krankheits- und Veränderungsmodell, fokussierter Bearbeitung der individuellen psychosozialen Problemlagen unter besonderer Berücksichtigung der beruflichen Situation.

Gegebenenfalls Miteinbezug von Angehörigen.

Gruppentherapie als zentrales psychotherapeutisches Angebot: störungsspezifische bzw. problemorientierte indikative und psychoedukative Gruppentherapieangebote wie z. B. Depressions- und Angstbewältigung, Schmerzbewältigung, Trauerbewältigung, Traumafolgebewältigung, ADHS im Erwachsenenalter, Psychosomatik der zweiten Lebenshälfte; darüber hinaus störungsübergreifende Angebote wie z. B. Kommunikations- und Selbstsicherheitstraining, Stressbewältigung, Arbeitsplatzkonfliktmanagement.

Kreativtherapie als erlebnisaktivierende Flankierung des Rehabilitationsprozesses durch Gestaltungs-, Kunst-, Tanz- und Musiktherapie.

Entspannungstherapie: Erlernen eines Entspannungsverfahrens zur Optimierung der psychophysischen (Auto-)Regulation, z. B. progressive Muskelentspannung nach Jakobsen

Ärztlich-medizinische Versorgung

Allgemeinmedizinische und neurologische Aufnahme- und Entlassuntersuchung, Erarbeitung eines individuellen somatischen Therapieplans, Mitbehandlung rehabilitationsrelevanter Begleiterkrankungen, rationale Pharmakotherapie, Indikationsstellung für erforderliche weiterreichende Diagnostik, wöchentliche Verlaufskonsultationen. Notfallversorgung.

Physiotherapie und physikalische Therapie: syndromorientierte Individualbehandlung zur Symptomreduktion und Förderung normaler Beweglichkeit bei entsprechender Ko-Morbidität durch Krankengymnastik verschiedener Orientierungen, Rückenschule, Balneo- und Elektrotherapie, Thermo- und Hydrotherapie, Massage, Lymphdrainage, Fußzonenreflexmassage.

Sport- und Bewegungstherapie: körperliche Aktivierung, Ausdauer-, Kraft-, Koordinations- und Wahrnehmungstraining durch Ergometertraining, Wassergymnastik, Schwimmen, Muskelaufbautraining, gezielte Bewegungsförderung, freizeittherapeutische Spiel- und Sportaktivitäten.

Ergotherapie

Diverse Funktions- und Kompetenztrainings, Belastungstraining und –erprobungen, Arbeitstraining.

Ernährungs- und Diätberatung

Diätberatung und praktische Anleitung für den Umgang mit Stoffwechselstörungen im Rahmen der Lehrküche, Schulungsbuffet, Gesundheitstraining, ausführliche Psychoedukation.

Sozial- und Berufsberatung

Analyse der häuslichen und beruflichen Situation, Formulierung von sozialen Rehabilitationszielen, Sozialrechtsberatung, Organisation der Nachsorge, Kontaktaufnahme zu Behörden, Versicherungen, Kostenträgern, Selbsthilfegruppen u. a.

Im Rahmen des MBOR-Konzeptes (medizinisch- beruflich orientierte Rehabilitation für Menschen mit besonderen beruflichen Problemlagen) Angebot sämtlicher Basisangebote und Kernangebote aus den Stufen A und B, Stufe C in Entwicklung.

Spezielles Bewerbertraining, Arbeitsplatzkonfliktmanagement, Organisation beruflicher Wiedereingliederungsmaßnahmen.

Psychosomatische Rehabilitationspflege

Zentraler Ansprechpartner während der gesamten Rehabilitationsmaßnahme, Koordination und Steuerung der diagnostischen und therapeutischen Abläufe, Unterstützung des bio-psycho-sozialen Rehabilitationsprozesses, Aktivierung zur Selbständigkeit und Eigenverantwortung, Verbesserung des Gesundheitsverhaltens, Förderung krankheitsangepasster Zielsetzungen, Milieutherapie, Rekreationstherapie.

Durchführung & Koordination

Bezugstherapeut- und Bezugsarztsystem

Bezugstherapeut und Bezugsarzt realisieren federführend die Durchführung und Koordination sowie individuelle Anpassung des Therapie- und Rehabilitationsplans an das Ergebnis des Rehabilitationsverlaufs. Durch regelmäßige (Team-) Besprechungen zwischen den verschiedenen Behandlern ist es gewährleistet, dass die Therapieziele und die Behandlungsmaßnahmen im Verlauf kontinuierlich überprüft und situationsgerecht an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Die Zielerreichung wird regelmäßig evaluiert, akzentuiert bzw. korrigiert.

Die interdisziplinären multimodalen Behandlungskomponenten können störungs- und problemspezifisch kombiniert und zeitlich gestaffelt durchgeführt werden. So kann eine individuelle Unterstützung auf dem Weg zu mehr Gesundheit realisiert werden und gleichzeitig eine fundierte sozialmedizinische Beurteilung ermöglicht und geeignete Nachsorgemaßnahmen konkret in Angriff genommen werden.